DYSTOPIE 2020 Berlin

Alte Münze – Spreeufer – Errant Sound

Mit dem Dystopie-Festival werden klangkünstlerische Positionen in einer Ausstellung zusammengeführt, die sich mit dystopischen Momenten sowohl unserer Zeit als auch einer imaginierten Zukunft auseinandersetzen.

Nicht nur in der Fiktion haben Dystopien in den letzten Jahren immens an Bedeutung gewonnen. Auch in der Realität häufen sich Anzeichen dystopischer Szenarien, ob in autoritär geführten Staaten, in der Bedrohung durch globale Internet-Konzerne, durch drastische klimatische Entwicklungen – oder ganz aktuell durch die Corona-Pandemie. Aber die Dystopie trägt immer auch den Keim der Utopie in sich, und sei es nur als Warnung, es nicht so weit kommen zu lassen – wie es uns zuletzt in der Corona-Zeit bewusst wurde, als Venedigs Kanäle wieder klar wurden wie auch der Himmel über Peking.

Berlin – Brasilien / 16. Okt. – 1. Nov. 2020 (Programm online ab 1.10.)

Nach der ersten Doppelausgabe des Festivals Dystopie Berlin-Istanbul (2018/2019) ist unser diesjähriges Gastland Brasilien. Neben Künstler*innen aus Brasilien sind über einen Open Call Klangkünstler*innen aus dem europäischen Raum eingeladen:

DYSTOPIE 2020 Künstler*innenliste:

  • Marco Barotti (ITA) „The Egg“, Klangobjekt
  • Bartira + Caetano (BRA) „Sonic Life / Social Death“, Installation
  • Justin Bennett (GBR) „Vilgiskoddeoayvinyarvi“, Klang-Video-Installation
  • Joana Burd (LIT/BRA) „The Box“, Klangobjekt
  • Roberta Busechian (ITA) „Obscure Clairvoyance“, Installation mit Webstream
  • Vivian Caccuri / Gustavo von Ha (BRA) „Vivian & Gustavo“, Klang-Video-Installation
  • Stefanie Egedy (BRA) „Bodies and Subwoofers“, Subbass-Installation
  • Kerstin Ergenzinger (GER) mit Sonochoreographic Collective:
    „Whistleblowers“, Klanginstallation Jannowitzbrücke
  • Bruno Gola (BRA) „Bruto“, partizipative Klanginstallation
  • MSA (Milena Kipfmüller, Klaus Janek, Lukas Matthaei, BRA/GER) „Zero. Land der Zukunft“, Live Audio Walk Spreeufer
  • Thom Kubli (CHE) „Brazil Now“, Auftragskomposition, Konzert
  • Torben Laib (NOR) „inflazione in flagranti“, interaktive Klanginstallation
  • Laura Leiner (BRA) „Baumschmerz“, Performance am Spreeufer
  • Marina Mapurunga (BRA) „Dystopian Path“, Audio Walk Spreeufer (QR-Codes)
  • Chico Mello / Fernanda Farah (BRA) „De-consolation“, Auftragskomposition, Konzert
  • Ricardo Moreno (COL) „La Radio Criolla“, Radio Lounge (Galerie)
  • Giuliano Lamberti Obici (BRA) „Screen Utopia“, Audiovisuelle Installation
  • Hyunju Oh (KOR) „Breath“, immersive Hörspiel-Installation
  • Christian Diaz Orejarena (COL/GER) „Fronteras Visibles“, Klang-Video-Installation/Lecture
  • Bence G. Palinkas / Kitti Gosztola (HUN) „Wild Garden Utopia“, Installation (Spreeufer+Galerie)
  • Mario de Vega (MEX) „El Intruso“, performative Intervention
  • Ute Wassermann (GER) „Aus Atem“, Performance mit installativer Dokumentation

Ensemble Adapter (Kristj. Helgadóttir, Ingó. Vilhjálmsson, Gun. Einarsdóttir, Matth. Engler)

Als Ausstellungsort dient die Alte Münze in Berlin-Mitte mit deren Keller- und Tresorräumen in sehr unterschiedlichen Größen. Daneben steht der Errant Sound Gallerieraum zur Verfügung und insbesondere der Weg zwischen diesen beiden Orten, am Ufer der Spree, wo klangkünstlerische Interventionen im öffentlichen Raum stattfinden werden. Das DYSTOPIE-Festival versteht sich grundsätzlich als ein Produktionsfestival, so dass die ausgewählten Arbeiten überwiegend Neuentwicklungen sind, z.T. ortsspezifisch für die Alte Münze wie auch für das Spreeufer.

 

Locations Map

Presseinformation PDF mit Fotos: Dystopie2020-Presseinfo

Kuratorisches Team:

  • Julia Gerlach (Akademie der Künste Berlin)
  • Laura Mello (Künstl. Leitung Dystopie Festival 2020)
  • Georg Klein (Künstl. Leitung Dystopie Festival 2020)
  • Prof. Alexandre Fenerich (Universidade Federal do Rio de Janeiro)
  • Prof. Kirsten Reese (Universität der Künste Berlin)
  • Mario Asef (Errant Sound Vorstand)

Das Festival wird organisiert von Errant Sound e.V. und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes sowie die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Hauptmedienpartner ist DeutschlandFunk Kultur.